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WDF*IDF

WDF IDF Analyse

WDF*IDF ist eine Formel für die Suchmaschinenoptimierung von Texten. Dieses SEO-Verfahren basiert auf der Annahme, dass die Relevanz von Texten für ein bestimmtes Keyword anhand des Vorkommens bestimmter Terme auf anderen Websites – die für ein Keyword gut ranken – ermittelt werden kann. Die Inhalte der bestplatzierten Seiten dienen als Grundlage für die Termgewichtung im zu optimierenden Text.

Was steht hinter WDF*IDF?

Die Formel WDF*IDF basiert auf Untersuchungen zur maschinellen Erfassung von Textinhalten, die bereits in den 1970er-Jahren stattfanden. In den 2010er-Jahren wurden die mathematischen Erkenntnisse aus diesen Forschungen erstmals für die Suchmaschinenoptimierung nutzbar gemacht. WDF*IDF erlebte damals einen kurzen, aber sehr heftigen SEO-Hype.

Im Einzelnen bedeutet die Formel:

  • WDF: Within Document Frequency = Häufigkeit eines Terms im Dokument.
  • IDF: Inverse Document Frequency = Häufigkeit eines Terms in der Menge der Vergleichsdokumente
  • Die Formel WDF*IDF deutet auf einen Durchschnittswert hin, den das zu erstellende Dokument erreichen soll.

Kurz gesagt: Wenn ein Dokument einen idealen WDF*IDF-Wert erreicht, repräsentiert es (zumindest in Bezug auf die signifikanten Wörter) den Durchschnitt aller Internetseiten, die vordere Google-Platzierungen für das Hauptkeyword belegen. Ein stark vereinfachtes Beispiel:

  • Bei den ersten 10 gut rankenden Seiten zum Keyword Bürocontainer tauchen folgende Terme überproportional häufig auf: Wohncontainer, Container, Breite, Ausstattung, Büro.
  • Ein Text mit einem guten WDF*IDF-Wert enthält ebenfalls diese Terme, und zwar im selben Verhältnis wie der Durchschnitt der SERPs.

Dieses Ideal eines perfekten SEO-Textes auf der Basis von WDF*IDF ist natürlich rein mathematischer Natur. Einige Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Anwendung von WDF*IDF auf das Erstellen von Texten messbare Erfolge erzielt.

SEO mit WDF*IDF-Tools

Mittlerweile gibt es viele Tools, die Textern die komplizierte Berechnung der WDF*IDF-Kompatibilität ihrer Werke abnehmen. Sie funktionieren alle nach demselben Prinzip:

  1. Eingabe des Keywords, für die der Text ranken soll.
  2. Das Tool erzeugt eine Liste von Termen, die überproportional häufig auf den erstplatzierten Websites zum Thema erscheinen.
  3. Anhand diese Liste beurteilt das Programm während des Schreibens des Textes laufend die Termgewichtung und gibt Vorschläge, welche Wörter mehr oder weniger häufig zu verwenden sind.

Solche Programme sind meist kostenpflichtig, zum Teil aber auch als Freeware erhältlich. Häufig ist die WDF*IDF-Analyse ein Bestandteil umfassender und leistungsfähiger SEO-Tools und CMS für Texter und Webdesigner.

WDF*IDF intelligent nutzen

Verschiedene Untersuchungen zeigen zwar messbare SEO-Erfolge, doch auch ein idealer WDF*IDF-Text bietet nicht die Gewähr für hohe Google-Platzierungen. Es ist auch bei der Verwendung von Termgewichtungen wichtig, dass am Ende ein Text veröffentlicht wird, der dem User gefällt. Ein solcher Text muss vor allem lesbar und auf die potenzielle Suchintention des Surfers abgestimmt sein. Für die Keyword-Relevanz bietet WDF*IDF jedoch einen guten Anhaltspunkt.

Auch bereits bestehende Texte können mithilfe von WDF*IDF erheblich aufgewertet werden. Hierbei sollte man zusätzlich folgende Punkte berücksichtigen:

  • Neben der Termgewichtung ist auch die Textlänge ausschlaggebend. Ein Artikel zum Thema sollte sich an der durchschnittlichen Anzahl der Wörter orientieren. Ein paar Worte mehr schaden dabei nicht.
  • Wichtig ist außerdem, dass das Hauptkeyword im Meta-Title, in der ersten Überschrift und im ersten Absatz erscheint.
  • Die WDF*IDF-Analyse gibt auch Aufschluss darüber, welche Themen zu einem Keyword bisher nicht angeschnitten wurden. Dies gibt einem Texter die Möglichkeit, durch die Aufnahme neuer Gesichtspunkte den berühmten Mehrwert für den Leser zu erzeugen.

Heute hat WDF*IDF die früher verbreitete „Keyworddichte“ als SEO-Strategie weitgehend abgelöst. Die Methode der Termgewichtung kommt außerdem der Entwicklung intelligenter Google-Algorithmen entgegen, die in der Lage sind, den Sinn eines Textes zu ermitteln. Dies geschieht nicht eindimensional durch das Abzählen eines isolierten Keywords, sondern das Verhältnis relevanter Terme im Umfeld eines Schlüsselworts.

Fazit

SEO-Spezialisten legen viel Wert auf WDF*IDF – ohne die Fähigkeiten dieser Formel zu überschätzen. Denn am Ende zählt immer Unique Content, der einen Mehrwert für die User präsentiert. Trotzdem eignen sich WDF*IDF-Listen hervorragend für Texter, um einen Überblick ein Thema zu gewinnen. Die dafür relevanten Inhalte sind nämlich aus den Wortlisten ableitbar. Beim Erstellen von Content für das Web wird mithilfe von WDF*IDF sichergestellt, keinen Aspekt zum Thema zu übersehen. So gelingen holistische Texte zu hart umkämpften Keywords.