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Website-Texte

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Überzeugende Website-Texte für Nutzer und Suchmaschinen

Überzeugende Website-Texte zu schreiben ist anspruchsvoll. Jeder Journalist oder Werbetexter weiß: Content is king. Dabei unterscheiden sich Website-Texte wesentlich von Beiträgen in Printmedien. Im Internet kursieren unzählige Texte. Ein neuer Beitrag muss mit einer ansprechenden Überschrift die Aufmerksamkeit des Nutzers auf sich ziehen. Die treffende Formulierung überzeugt Nutzer davon, dass sich weiterlesen lohnt. Dabei sind Struktur und relevanter Content entscheidend, ob sich Web-User und Suchmaschinen für den Text interessieren.

Übersichtliche Struktur und Relevanz ködern Nutzer

Übersichtliche, relevante und unterhaltende Texte ziehen Nutzer an und halten sie bei der Stange. Der Leser scannt die Überschriften und filtert Wichtiges. Er entscheidet nach Relevanz und Nutzen, ob es sich lohnt, tiefer einzusteigen. Eine große Rolle spielt dabei der Textaufbau. Er entscheidet über die Absprungrate/Bounces. Eine klare Struktur und relevanter Content fesseln den Web-User wie etwa:

  • eine spannende, emotionale Überschrift/Headline,
  • ein Teaser als Animation zum Weiterlesen,
  • wichtige Informationen mit Schlüsselwörtern (Keywords) im oberen Drittel,
  • interessante Zwischenüberschriften als Kurzfassung der Absätze,
  • informative, unterhaltende Absätze,
  • eine Textlänge, angepasst an die Plattform und Zielsetzung.

Website-Texte sprechen in erster Linie die Zielgruppe an und in zweiter Linie Suchmaschinen. Daher sind Content und Tonalität zielgruppenorientiert zu wählen und locken den Leser mit einem Nutzen oder Benefit.

Kurze emotionale Überschrift

Eine treffende Überschrift motiviert den Web-User, sich näher mit dem Inhalt zu befassen. Sie informiert den Leser, was ihn erwartet und enthält das Haupt-Keyword. Abhängig von Zielgruppen und Zweck der Website-Texte ist die Headline informativ, provokant oder macht neugierig. Sie darf auch emotional mit Mehrwert überzeugen, wie beispielsweise „Geld sparen und Freude schenken“. Kurze konkrete Überschriften sind nicht langweilig und erzielen ihre Wirkung. Allgemeine Formulierungen hingegen reizen nicht zum Weiterlesen. Beispiel: Statt „Wanderungen in Bayern“ bringen „5 Wanderungen in den bayerischen Alpen“ den Inhalt auf den Punkt. Die Überschrift muss zum Text passen und darf den Leser auf keine falsche Fährte führen. Enttäuschte Nutzer klicken kein zweites Mal auf eine Website mit irreführenden Texten. Für Überschriften gilt ebenso wie für den folgenden Text: niemals kopieren.

Teaser oder Einleitung: Lust auf mehr

Der Teaser wird oft mit den Begriffen Einleitung oder Vorspann gleichgesetzt. Gemeinsam haben sie, dass sie den Text zusammenfassen. Zudem machen sie Lust auf mehr. Vorspann und Einleitung sind in der Regel ausführlicher. Sie können bei langen Texten aus bis zu 300 Wörtern bestehen. Der Leser erfährt, was auf ihn zukommt und welchen Nutzen er vom Schmökern hat. Wie der Artikel formuliert ist, hängt wiederum von der Zielsetzung, Zielgruppe und Plattform ab. Die Einleitung kann im Sinne eines Abstracts informativ zusammenfassend sein oder Fragen aufwerfen. Beide Formen animieren den Nutzer, ausführliche Antworten im Text zu suchen. Ein Teaser wird meist in Form eines Anreißers verwendet. Er ist daher kurz und knapp mit selten mehr als drei Zeilen. Dabei kann er wichtige journalistische W-Fragen (wer, wo, wann, warum) beantworten, Fragen stellen und den Leser direkt ansprechen.

Zwischenüberschriften für den besseren Überblick

Zwischenüberschriften erleichtern es dem User, die Website-Texte zu scannen. Lange Texte, sogenannte Textwüsten, sind anstrengend zu lesen und fördern die Absprungrate. Zwischenüberschriften erhöhen die Benutzerfreundlichkeit, im Fachjargon Usability genannt. Daher sind umfangreiche Texte in mehrere Absätze gegliedert. Überdies lockern Zwischenüberschriften optisch auf und informieren über den Inhalt des folgenden Abschnitts. Anhand der Zwischen-Headlines lassen sich Website-Texte thematisch gliedern. Meist behandeln sie relevante W-Fragen und beantworten sie in den darauffolgenden Kapiteln. Zwischenüberschriften geben damit aussagekräftig das Kernthema der Passage wieder. Wichtig ist darauf zu achten, dass jeder Absatz nur ein Kernthema behandelt und nicht abschweift.

Relevanter Content für Zielgruppen

Gute Website-Texte sind immer auf die Zielgruppe gemünzt und auf den entsprechenden Plattformen präsent. Reisereportagen gehören auf spezialisierte Seiten und Blogs, ebenso DIY-Tipps für Hobby-Handwerker. Nachfolgend ein paar Grundregeln für ansprechenden, abwechslungsreichen und kurzweiligen Content:

  • Schreibstil an die Zielgruppe anpassen (duzen/siezen/Tonalität).
  • Schachtelsätze vermeiden, Satz auf maximal 20 Wörter begrenzen.
  • Anschaulich, lebendig und aktiv formulieren.
  • Fachjargon auf das Notwendige beschränken.
  • Text sinnvoll auflockern durch Listen, Grafiken, Bilder oder Videos.
  • Textlänge an Inhalt und Absicht ausrichten (Ratgeber, Produktbeschreibungen, Blogartikel).
  • Interaktionen anbieten (Kommentarfelder, Kontaktformulare, Like-Buttons)
  • Handlungsaufforderung (Call-to-Action) einbinden.

SEO: Website-Texte für Suchmaschinen aufbereiten

Website-Texte werden in erster Linie für Nutzer erstellt. Sie müssen dem Leser gefallen und ihn faszinieren. Allerdings sollen sie auch den Weg zum Web-User finden. Hier kommen Suchmaschinen ins Spiel. Ihre Algorithmen lesen und bewerten Texte. Das sogenannte Ranking entscheidet darüber, wie weit vorn ein Text im Suchergebnis erscheint. Daher müssen Texte zielgruppengerecht und suchmaschinenoptimiert sein, also den wichtigsten Ranking-Kriterien entsprechen.

Keywords

Web-User suchen im Internet über Suchmaschinen nach Schlagwörtern (Keywords). Website-Texte verwenden daher die häufigsten Keywords, um Suchmaschinen auf relevanten Content aufmerksam zu machen. Über kostenlose Tools wie Ubersuggest kann der Textschreiber prüfen, wie oft seine Keywords eingegeben wurden. Die Chance, in den Suchergebnissen weit vorn zu landen, wächst mit konkreten Schlüsselwörtern. So gibt es Millionen Ergebnisse zu „Herrenmode“ und deutlich weniger zu „wetterfeste Mesh-Trekkingjacke“. Gute Keywords erfüllen drei Kriterien:

  1. Sie beschreiben den Content treffend und konkret.
  2. Sie werden von vielen Web-Usern gesucht.
  3. Sie sind die meistgesuchten Schlagwörter in Suchmaschinen.

Entscheidend ist zudem die „Keyworddichte“, also wie häufig ein Schlüsselwort im Text vorkommt. Optimal ist eine Dichte von drei Prozent im Gesamttext. Keyword-Spamming schadet dem Lesefluss und führt zu einer Abwertung durch Suchmaschinen.

Meta Tags: Title und Description

Mit „Meta-Tags“ vermittelt der Textschreiber den Suchmaschinen wesentliche Informationen zur Webseite. In den Suchergebnissen sind sie die wichtigste Orientierung für Nutzer. Der Title ist die Überschrift im Suchmaschinenergebnis und eine optimale Gelegenheit, Keywords zu platzieren. Bis zu 60 Zeichen stehen dafür zur Verfügung. Die Description ist mit maximal 160 Zeichen eine Kurzbeschreibung im Suchergebnis und animiert den Leser zum Klick. Der Title hat Einfluss auf das Ranking, die Description nicht. Die meisten Content Management Systeme wie etwa WordPress oder Typo3 enthalten eine Vorschau-Funktion für die Meta-Tags.

Textlänge

Zur Textlänge gibt es keine eindeutigen Vorgaben. Entsprechend gehen die Meinungen zum idealen Umfang auseinander. Während einige Webtexter 300 bis 500 Wörter als optimale Länge präferieren, schwören Journalisten und Ratgeber auf Texte mit weit über 1.000 Wörtern. Website-Texte sollten immer mehr als 250 Wörter enthalten. Ansonsten werten sie Suchmaschinen wegen mangelnder Relevanz ab. Ein langer Content kann beispielsweise durch Storytelling ansprechend und inspirierend gestaltet sein. In Magazinen und Blogbeiträgen haben gut strukturierte lange Texte durchaus ihre Berechtigung. In den sozialen Netzwerken hingegen liegt in der Kürze die Würze.