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Onpage Optimierung

Onpage Optimierung

Onpage Optimierung bezeichnet einen Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Während es bei der Offpage Optimierung um das Umfeld der Seite geht, befasst sich Onpage Optimierung mit allen Maßnahmen auf der Seite selbst, die das Ranking und die Sichtbarkeit einer Internetseite steigern. Hier geht es um technische, inhaltliche und strukturelle Aspekte.

Technische Aspekte der Onpage Optimierung

Auch die besten Inhalte kommen nicht beim User an, wenn die Website technische Mängel aufweist. Lange Ladezeiten, Programmierfehler und Darstellungsprobleme frustrieren die User und werden auch von Google negativ registriert. Die wichtigsten technischen Elemente der Onpage Optimierung sind

  1. Meta-Tags,
  2. korrektes HTML,
  3. schnelle Ladezeiten,
  4. Responsive Design.

1. Meta-Tags

Die Crawler von Google analysieren den Quelltext und finden dort wichtige Hinweise auf die Relevanz des Inhalts für bestimmte Keywords. Als Erstes werden in der Regel die „Meta-Tags“ analysiert. Diese HTML-Tags sind für den User nicht sichtbar. Sie sind über dem eigentlichen Inhalt der Website, dem Body () im Head () der Seite notiert. Sie liefern aber den Google Robots wichtige Informationen:

  • Der Inhalt des Title-Tags erscheint als Überschrift für ein einzelnes Suchergebnis in den SERPs. Idealerweise enthält dieser Tag bereits das Keyword, auf das die gesamte Seite optimiert ist.
  • Der Meta-Tag Description liefert eine Kurzbeschreibung der Seite, die auch in den Google-Ergebnissen erscheint – als sogenanntes Snippet. Je besser die Description formuliert ist, umso höher ist die Klickwahrscheinlichkeit.
  • Um den Robots eine erste Übersicht über die maßgeblichen Keywords zu präsentieren, gibt es ein entsprechendes Meta-Tag. Dessen Bedeutung hat im Lauf der Zeit jedoch deutlich abgenommen.
  • Außerdem liefern Meta-Tags wichtige Informationen beispielsweise über den verwendeten Zeichensatz, die Sprache, den Pfad zur „robots.txt“-Datei oder den Hinweis an die Crawler, eine Website mit identischen Inhalten zu berücksichtigen (Canonical).

    2. Schnelle Ladezeiten

    Ob die Ladezeiten einer Website ein offizieller Rankingfaktor sind, ist seit langer Zeit umstritten. Die meisten SEO-Experten gehen davon aus, dass der Google PageSpeed beim Ranking eine maßgebliche Rolle spielt. Auf jeden Fall sind schnelle Ladezeiten ein Vorteil. Denn anderenfalls besteht die Gefahr von Absprüngen. User sind heute nicht mehr bereit, mehr als 5 Sekunden zu warten, bis sich eine Seite komplett aufgebaut hat. Langsam ladende Seiten haben deshalb eine signifikant hohe Absprungrate (Bounce Rate).

    Wie lassen sich die Ladezeiten einer Website verringern? Es gibt viele Ansätze, um den PageSpeed zu optimieren:

    • Komprimierte Bilder
    • Verzicht auf die Einbindung unnötiger Dateien
    • Möglichst schlanker HTML-Code

    Zwar werden die Geräte für die Darstellung von Webseiten immer leistungsfähiger, es gibt jedoch nach wie vor viele User, die mit veralteten Geräten im Internet unterwegs sind. Deshalb ist der Verzicht auf überflüssige Datenübertragungen nach wie vor ein wichtiger Faktor für eine optimierte Website.

    Für die Analyse der Ladegeschwindigkeit einer Website gibt es kostenlose Tools, zum Beispiel PageSpeed Insights von Google.

    3. Responsive Design

    Auch wenn es mittlerweile fast schon eine Selbstverständlichkeit ist: Eine Website, die bei den Usern und bei Google punkten will, muss auf allen Endgeräten gleich gut aussehen. Die Mehrzahl der Internetuser ist heute mit mobilen Geräten im Netz unterwegs. Und seit 2015 ist die Mobiltauglichkeit ein offizieller „Rankingfaktor“ bei Google. Seiten, die ausschließlich für den Desktop konzipiert sind, verschwinden nach und nach aus den SERPs.

    Für die technische Realisierung bieten sich grundsätzlich zwei Möglichkeiten an: Entweder werden zwei unterschiedliche URLs entworfen (eine für den Desktop, eine für mobile Geräte), oder die Seite wird einheitlich im Responsive Design entworfen.

    Responsive Design bedeutet, dass sich das Aussehen der Seite immer nach dem jeweiligen Display bzw. Bildschirm ausrichtet. Dieses Verfahren hat gegenüber der zweigeteilten Lösung viele Vorteile:

    • Es vereinfacht die Arbeit für Designer und Programmierer.
    • Es vermeidet die Gefahr von Duplicate Content, da es immer nur eine Version von einer Seite gibt.
    • Der Traffic wird ausschließlich einer URL zugewiesen.

Inhaltliche Aspekte

Klar ist: Ohne Technik geht im Internet nichts. Aber am Ende entscheiden die Inhalte. Unique Content überzeugt die User – und deshalb auch Google. Ziel jeder Onpage Optimierung ist deshalb, dem User Inhalte zu liefern, nach denen er sucht. Beim Inhalt kommt es maßgeblich auf diese zwei Aspekte an:

  1. Unique Content
  2. Keywords

1. Unique Content

Content is king – Inhalte entscheiden über den Erfolg einer Website. Der Nutzer sucht im World Wide Web nach nützlichen Informationen. Eine Website, die ihm diese Informationen liefert, profitiert davon. Entscheidend für die Onpage Optimierung einer Website ist die Ausrichtung der Texte, Bilder und Videos auf ein bestimmtes Keyword. Auf dieses Keyword hin wird der Content optimiert.

  • Unique Content steht für einzigartige Inhalte, die der User kein zweites Mal im Web findet.
  • Das Gegenteil ist Duplicate Content – also kopierte Inhalte. Diese bergen die Gefahr der Herabstufung in den Suchergebnissen. Denn Google legt Wert darauf, in den SERPs keine Inhalte doppelt aufzuführen.

Einzigartige Inhalte motivieren den User, auf der Seite zu verweilen. Unique Content überzeugt langfristig den potenziellen Kunden und die Suchmaschinen. Gerade bei Texten ist es wichtig, dass diese dem Leser neue Inhalte bieten und interessant geschrieben sind.

2. Keywords

Suchen und finden – das ist die Grundlage des Erfolgs von Google. Die Suchmaschine liefert passende Ergebnisse auf der Basis von Suchbegriffen. Ziel der Onpage Optimierung ist es, für bestimmte Keywords möglichst gute Positionen zu erreichen. Das Keyword ist also der Dreh- und Angelpunkt für guten Content.

Die Keyword-Orientierung von Content beginnt bei der Frage, für welche Suchbegriffe die Seite ranken soll. Bei vielen Websites steht dies von vornherein fest. Trotzdem ist es immer wieder interessant herauszufinden, nach welchen Begriffen die Surfer weltweit suchen. Google Trends ist ein gutes Tool, um die beliebtesten Suchanfragen kennenzulernen.

Um eine Seite einheitlich auf ein bestimmtes Keyword auszurichten, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Keyword-Stuffing
  • WDF*IDF
  • Latente semantische Optimierung

Keyword-Stuffing bedeutet: Je höher die „Keyworddichte“, desto besser die Positionen bei Google. Dieses Verfahren mag in den Urzeiten des Webs noch funktioniert haben – heute straft Google diesen Trick gnadenlos ab.

WDF*IDF ist ein kompliziertes mathematisches Verfahren, das aus einer Vielzahl von Webseiten diejenigen Terme heraussucht und klassifiziert, welche in einem bestimmten Verhältnis zum Hauptkeyword stehen. So entstehen abgestufte Wortlisten, an denen sich Texter orientieren können. Im Idealfall erzeugt diese Methode einen holistischen Text zu einem Keyword, der das Thema umfassend beschreibt. Ob Google selbst dieses Verfahren für die Bewertung seiner Suchergebnisse anwendet, ist umstritten.

Ähnlich wie WDF*IDF ist das Verfahren der latenten semantischen Optimierung. Auch hier stehen Wörter in einer bestimmten Beziehung zueinander und tragen dazu bei, den Sinn des Hauptkeywords genau zu beschreiben.

Fazit

Onpage Optimierung liefert die Grundlage für jede Website, die bei Google und bei den Usern punktet. Der große Vorteil im Vergleich zur Offpage Optimierung liegt vor allem darin, dass die Onpage Optimierung komplett in der Hand des Webmasters liegt. Neben technischen Aspekten (zum Beispiel korrektem HTML) sind es vor allem die Inhalte, die zählen. Eine perfekt optimierte Website bietet der Zielgruppe relevante Inhalte, die gut strukturiert sind und dem User einen Mehrwert bieten.