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Suchmaschinenoptimierung von Content

Suchmaschinenoptimierung von Content

Das Ziel von Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung von Content ist es, eine Seite inhaltlich so zu gestalten, dass sie in den Ergebnislisten von Suchmaschinen wie Google möglichst weit oben rankt. Neben technischen Einstellungen kann auch gezielt der Inhalt, also Content einer Seite dahingehend optimiert werden, dass er bei Google höher rankt. Einen derart optimierten Content bezeichnet man oft als SEO-Content.

Was versteht man unter Suchmaschinenoptimierung von Content?

98 % aller Suchen im Internet in Deutschland laufen über Google. Es gibt noch andere Suchmaschinen, wie etwa Yahoo, Ecosia oder Yandex, die im Gegensatz zu Google nur einen verschwindend geringen Teil der Suchanfragen bedienen. Wer etwas im Internet sucht, nutzt dafür in der Regel Google. Für Unternehmen mit einer Webpräsenz stellen Suchanfragen bei Google ein großes Potenzial dar, um neue Besucher auf ihre Seite zu lenken, die diese vorher noch nicht kannten. Damit das aber gelingt, muss ein Unternehmen unter seinen relevanten Keywords auf der ersten Ergebnisseite von Google auftauchen und am besten so weit oben, wie nur möglich. Die wenigsten Nutzer sehen sich die Ergebnisse der zweiten oder gar dritten Ergebnisseite bei Google an.

Wer dafür sorgt, dass seine Webseite stets nach den neuesten SEO-Richtlinien optimiert ist, kann eine höhere Position auf der Ergebnisseite von Google erreichen. Im Laufe der Zeit entdecken Online-Marketing-Experten immer wieder neue Wege, um eine Seite auf Google nach vorne zu bringen – es handelt sich dabei sowohl um regelkonforme als auch um regelwidrige Möglichkeiten. Daher spricht man auch von „White-hat-SEO“ und „Black-hat-SEO“, die man anwenden kann, um eine Seite für den Google-Algorithmus zu optimieren.

Onpage-Optimierung

Der Begriff Onpage-Optimierung umfasst sämtliche Maßnahmen, die man direkt auf einer Seite umsetzen kann, um deren Ranking bei Google zu verbessern. Aufbau und Struktur, sowie technische Maßnahmen rund um das Content Management System lassen sich für SEO optimieren. Eine moderne Webseite sollte eine sinnvolle Navigationsstruktur aufweisen, die für Google leicht lesbar ist. „Meta-Tags“ sollten vollständig und richtig ausgefüllt und der HTML-Code der Seite sauber sein. Texte, Bilder und Videos sollten für den Crawler der Suchmaschine gut erkennbar sein, sodass dieser sie leicht lesen, analysieren und verarbeiten kann.

Offpage-Optimierung

Unter die Offpage-Optimierung fallen sämtliche Maßnahmen, die außerhalb einer Seite durchgeführt werden, die zu einem besseren Ranking bei Google beitragen. Besondere Bedeutung fällt den Backlinks zu, die von anderen Seiten auf eine Website verweisen. Auch ein solides Brand Marketing oder Social Signals sind wichtig. Social Signals sind positive Signale, die eine Seite aus den sozialen Medien erhält. Sie sorgen für Aufmerksamkeit und Traffic auf der Seite. Um solche positiven Signale zu begünstigen, sollte ein Unternehmen auch auf diversen Social-Media-Kanälen präsent und aktiv sein.

Wann ist SEO-Content gut?

“Content is king.“ Diesen Spruch hat jeder schon einmal gehört, der sich mit der Suchmaschinenoptimierung von Webseiten beschäftigt. Um einen gelungenen Content dreht sich alles, denn er ist der Schlüssel zum Erfolg. Wann genau spricht man aber von einem guten Content? In den letzten Jahren hat sich die Definition von gutem Content einer Suchmaschine stärker an das angenähert, was auch Menschen unter einem guten Content verstehen. Seiten mit Thin Content treten immer mehr in den Hintergrund. Wichtig ist es also, Inhalte zu erzeugen, die dem Leser gefallen, ihm einen Mehrwert bieten und ihn auf der Seite halten. Im Idealfall liest er nicht nur einen relevanten Artikel, sondern surft anschließend durch weitere Inhalte der Seite und abonniert den Newsletter oder kauft direkt ein Produkt, bevor er die Seite verlässt.

Damit ein Content dem Nutzer einen Mehrwert bringt, braucht es eine genaue Analyse der Zielgruppe. Das Unternehmen muss seinen potenziellen Kunden genau kennen. Es muss wissen, welches Problem dieser hat, was sein größter Schmerz ist und wie es diesen lösen kann. Darüber hinaus muss es die Sprache des Kunden sprechen. Das ist schon allein wegen der Keywords wichtig – der Content der Seite sollte die Keywords enthalten, nach denen die Nutzer suchen, um auf diese Seite zu stoßen. Zudem sollte der Content einzigartig sein und den Nutzer dazu bringen, diesen zu verbreiten.

Guter Content ist derzeit eine beliebte Strategie, um Traffic auf eine Webseite zu lenken und eine Marke aufzubauen oder mit einem bestimmten Image in den Köpfen der Zielgruppe zu verbinden. Guter Content kann – und sollte! – weit gestreut werden. Diese Strategie nennt sich Seeding. Man teilt den Content einer Seite über Social-Media-Kanäle und hilft ihm dabei, viral zu gehen. Besonders gut eignen sich dafür visuelle Inhalte, wie Bilder oder Videos. Suchmaschinen wie Google favorisieren Content mit Mehrwert bei der Ergebnisanzeige für eine Suchanfrage. Aber auch der beste Content performt nur dann optimal, wenn auch er suchmaschinenoptimiert ist.

Worauf kommt es bei der Suchmaschinenoptimierung von Content an?

Es gibt einige Punkte, die man berücksichtigen sollte, damit man das Beste aus seinen Inhalten herausholt.

SEO für Texte

  • Trends: Guter Content sollte relevant sein. Als Unternehmen sollte man stets auf dem Laufenden über die neuesten Trends in der Branche sein. Diese eignen sich ideal dazu, sie für spannenden neuen Content auf der eigenen Seite aufzubereiten. Auch ältere Inhalte auf der Seite sollten regelmäßig aktualisiert werden. Google mag das und wertet die Seite entsprechend auf. Dadurch bringt der Algorithmus auch neue Inhalte schneller in seinen Index. Es lohnt sich, regelmäßig neuen Content für den Blog zu erstellen oder ältere Texte zu aktualisieren.
  • Textlänge: Suchmaschinen mögen Texte, die nicht allzu kurz sind. Umfangreichere Artikel ab 2.000 Wörter sind nicht nur gut für den Google-Algorithmus, sondern positionieren auch in den Augen der menschlichen Nutzer das Unternehmen als Experten.
  • Unique Content: Selbstverständlich sollte der Content einzigartig sein. Wer von anderen Seiten kopiert, macht sich strafbar, wenn ihm diese auf die Schliche kommen. Aber auch Google straft Duplicate Content ab, was mit schmerzlichen Einbußen der Sichtbarkeit und des guten Rankings einhergeht.
  • Ganzheitliche Texte: Ein Text im Internet sollte ein Thema in aller gebotenen Tiefe behandeln. Wie bereits erwähnt, mag der Suchmaschinen-Algorithmus lange Texte. Der Content einer Seite sollte die Suchmaschine aber auch klar erkennen lassen, um welches Thema es hier geht.
  • Links: Auch Links kommen beim Algorithmus gut an. Es kann sich dabei sowohl um interne als auch um externe Verlinkungen handeln. Dies zeigt an, dass eine Seite seinem Nutzer möglichst viel Mehrwert liefern möchte. Jedoch sollten Links mit Bedacht gesetzt werden. Die Verlinkung sollte dem Besucher die Nutzung der Website vereinfachen. Die Anzahl externer Links sollte sich an der Textlänge orientieren.

Wie wichtig ist die Keyword-Dichte?

Anhand der Keywords erkennt der Algorithmus, um welchen Content es auf einer Seite geht. Heutzutage ist die Keyword-Dichte nicht mehr das Maß aller Dinge. Wichtiger als eine möglichst hohe Keyword-Dichte im Text ist es mittlerweile, die Keywords an der richtigen Stelle zu platzieren – etwa in den H1- und H2-Überschriften, an Text- und Absatzanfängen oder auch in den Meta-Tags. Auch in der Nähe von Bildern oder Videos kommen Keywords beim Google-Algorithmus gut an. Meist suchen Nutzer nach längeren Keyword-Kombinationen, die aus zwei und mehr Begriffen bestehen. Wichtig ist deshalb eine Long-Tail-Optimierung auf derartige Kombinationen.

WDF*IDF heißt das neue Zauberwort, das die Keyword-Dichte von ihrem Thron stößt. Mit einer WDF*IDF-Analyse lassen sich zu einem Keyword passende Begriffe und deren Verteilung im Text ermitteln. Die Begriffe helfen dem Autor, einen nutzerfreundlichen Text zu schreiben, der sich angenehm und natürlich liest.

Nutzerfreundlich schreiben

Die wichtigste Information gehört an den Anfang. Nutzer scannen Texte, statt sie im Detail zu lesen. Sie sind auf der Suche nach einer Lösung für ihr Problem und entscheiden binnen weniger Sekunden, ob die Seite ihnen bietet, was sie suchen und sie bleiben oder ob sie weitersuchen. Deshalb gehören wichtige Informationen immer an den Anfang eines Textes, Absatzes oder Satzes.

Rechtschreibung und Grammatik sind wichtig für die Lesbarkeit und den Gesamteindruck einer Webseite. Auch wenn Rechtschreibung und Grammatik vielleicht keinen direkten Einfluss auf ein hohes Ranking haben, sind sie doch ein Zeichen von Qualität, das der Leser wahrnimmt. Eine Website repräsentiert das dahinterstehende Unternehmen. Eine schlechte Grammatik und Rechtschreibung lässt auch auf eine mangelhafte Qualität der Produkte und Dienstleistungen schließen.

Technische Optimierungen

Tags sind nicht nur unnötiger Schnickschnack, sondern helfen dabei, ein besseres Ranking zu erzielen. Dafür muss man sie allerdings vervollständigen. Metatitel, Metabeschreibung, Alt-Tag und andere Meta-Daten sorgen dafür, dass Nutzer und Suchmaschinen verstehen, welches Thema auf einer Website behandelt wird. Google verwendet die Metainformationen in den Snippets oder zeigt den Metatitel als Suchergebnis. Eine SEO-optimierte Seite nutzt sinnvolle und aussagekräftige Wörter und Beschreibungen, um die Nutzer auf die Seite zu holen.

Auch die Formatierung eines Textes sollte leserfreundlich sein. Ein Text sollte so formatiert sein, dass der Nutzer ihn schnell scannen kann. Zwischenüberschriften, kurze Absätze, Fettungen und Aufzählungen helfen dem Leser, sich schnell zurechtzufinden. Wichtige Wörter gehören auf den linken Rand des Textes. Auch dem Google-Algorithmus gefällt diese Website-Struktur und er wird eine entsprechend aufgebaute Seite in den Suchergebnissen mit einem guten Ranking belohnen.

SEO für Bilder

Bilder sollten einen Text visuell ergänzen. Die Beschriftung sollte den Inhalt widerspiegeln, damit die Bilder über die Google Bildersuche gefunden werden können. Auch bei Bildern sollte Duplicate Content vermieden werden. Neben einem aussagekräftigen Dateinamen sollte die Bildbeschreibung möglichst die passenden Keywords enthalten. Der Google-Algorithmus liest sämtliche Textdaten des Bildes aus und vergibt auf dieser Grundlage eine Wertung.

Die Dateigröße eines Bildes ist entscheidend für eine schnelle Ladezeit der Seite. Daher sollte die Dateigröße möglichst gering sein, aber dennoch eine gute Bildqualität gewährleisten. Der Google-Algorithmus mag größere Bilder und zeigt das 4:3 Format in den Suchergebnissen besser an.

SEO für Videos

Wie Texte und Bilder auch, sollten Videos auf einer Webseite den Nutzern einen Mehrwert liefern. Das sorgt für Traffic und eine gute Bewertung durch den Google-Algorithmus. Auch für Videos sind die Meta-Elemente und Titel-Tags wichtig. Aktuell kann Google Videos noch nicht besonders gut auslesen und ist daher noch auf die Beschreibung angewiesen, um ein Video zu bewerten. Die Beschreibung des Videos sollte sich an den entscheidenden Stellen finden, wie in der Metabeschreibung oder im Metatitel.

Zu einem Video sollte auch ein guter Text erstellt werden, um sich den Google-Gott gewogen zu machen. Der Text sollte aussagekräftig und mit allen wichtigen Keywords versehen sein. So hat man den idealen Text für die Beschreibung des Videos auf YouTube oder für den begleitenden Text unter dem Video, wenn dieses auf der Webseite eingebettet wird. Um die Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen, gehört in oder unter ein Video unbedingt ein Call-to-Action – gerne auch an beide Stellen. Darin sollten die Zuschauer aufgefordert werden, das Video zu liken, zu kommentieren und zu teilen. So sorgt man dafür, dass es möglichst viele interessierte Nutzer erreicht oder im Idealfall viral geht.

Fazit

Eine gründliche Suchmaschinenoptimierung von Content ist die Basis für ein gutes Google-Ranking. Natürlich kann man allein auf „Google-Ads“ setzen, um Kunden anzulocken. Das ist aber keine nachhaltige Strategie. Denn hier zahlt man für jeden Klick und die Streuverluste sind enorm. Eine gute Suchmaschinenoptimierung braucht Zeit und erfordert kontinuierliche Arbeit – dafür bringt sie aber auch die besten Ergebnisse. So kann man sich langfristig einen schönen Platz in den Top Suchergebnissen von Google sichern und der Traffic setzt nie aus.

Wer es mit seiner SEO ernst meint, setzt an vielen verschiedenen Stellen an, wie Onpage-Optimierung und Offpage-Optimierung. Eine Seite sollte lebendig und dynamisch sein und daher kontinuierlich aktualisiert werden. Im Fokus steht immer die Zielgruppe, die ein gutes Unternehmen bis ins letzte Detail kennt. So kann es ihr den Content anbieten, der sie optimal anspricht. Auch eine gute Social-Media-Marketingstrategie sollte Teil des Gesamtpakets sein, denn auf den Social-Media-Kanälen lassen sich wunderbar Backlinks auf die eigene Seite platzieren. Und das sorgt wiederum für ein besseres Google-Ranking.